Bautagebuch Team Massivhaus 2011 » Vorwände im Sanitärbereich

Vorwände im Sanitärbereich

Montag, Januar 16, 2012

Als die Firma Wilke in beiden Häusern die ersten Sanitärarbeiten vornahmen ergab sich die Fragestellung, ob die Anschlüsse aufputz auf die Wand gesetzt werden sollen oder ob diese in die Wand geschlitzt werden sollen. Die Außwand ist 17,5cm stark und die Innenwand 11,5cm.

Laut Fa. Wilke darf man eigentlich nicht in die Außenwand schlitzen. Sie machen das nur auf Wunsch des Bauherren und auch nur wenn dieser unterschreibt. Allerdings muss man hierzu sagen, dass bis auf die Toilette von Team Massivhaus alles als Unterputz mit Schlitzerei geplant hat, weswegen ich das ganz schön frech finde, dass wir dafür unterschreiben mussten. (In diesem Fall ging es nur um die Dusche bei meinem Bruder, die in das Außenmauerwerk gesetzt wurde.)

Ich empfehle daher allen Bauherren diesen Punkt bei der Planung anzusprechen.

11,5cm Mauerwerk wird ebenfalls sehr dünn, wodurch vorallem die Gefahr besteht, akustische Nachteile zu haben.

Wer den Nachteil des Einschlitzens (Akustik, Statik, Wärmedämmung) vermeiden möchte, der kann eine Vorwand setzen. Das ist ein Vormauerwerk, in dem die Leitungen gelegt werden. Für mich kam diese Information zu spät, wodurch ich extra für das nachträgliche “drumrummauern” zahlen durfte. Man ist also gut beraten, dies in der Planungsphase mit einzubringen und die Kosten hierfür gleich im Hauspreis enthalten zu haben. Dann kann der Sanitär-Handwerker in das Vormauerwerk gefahrlos schlitzen.

Hier erstmal Bilder ohne Vormauerwerk. Hier sieht man die Badewanne mit ca. 20cm Abstand zur Wand und rechts davon Ansätze des Toiletten-Spülkastens:

sanitar_1_a.png

Hier den Zwischenraum zur Badewanne:

sanitar_2_a.png

Und der Zwischenraum zwischen Wand und Dusche. Hier sind es 10cm Abstand:

sanitar_3_a.png

Fertig sehen die 3 Vorwände so aus:

sanitar_4_a.png

sanitar_5_a.png

sanitar_6_a.png

Allerdings hat die Fa. Wilke einen Gedankenfehler eingebaut. Abgesprochen wurde, dass die Vorwand auf einer Tiefe mit dem Toilettenspülkasten verlaufen soll, so dass die Fliesen an der Badewanne entlang bis über den Spülkasten angesetzt werden können. Was scheinbar nicht beachtet wurde, der Spülkasten ist nur ein leeresGerüst, auf das eine Platte geklebt werden muss. Nur auf dieser Platte können Fliesen aufgeklebt werden. Der Spülkasten ist aber auf einer Höhe mit der Vorwand, wenn diese bis an die Badewanne geht. Klebt man also eine Platte auf den Spülkasten, dann hat man keine ebene Fläche mehr. Zur Verdeutlichung dieses Schaubild:

vorwand.png

Im ersten Bild sieht man die Badewanne auf einer Höhe zum Spülkasten. Im zweiten Bild habe ich die neu gemauerte Vorwand eingezeichnet, die bis ran an die Badewanne geht und damit eine Flucht zum Spülkasten bildet. Jetzt kann man zwar Fliesen auf die Vorwand kleben, jedoch nicht auf den Spülkasten. Wird nun die Platte auf den Spülkasten geklebt, dann hat man wie im untersten Bild (siehe rot eingezeichnete Platte) eine Kante auf der Fläche. Sehr doof!

Was kann man nun machen? Die Platte durchlaufen lassen. Der Nachteil ist nun, dass die Badewanne in der Vorwand zu einem kleinen Stückchen verschwindet. Also, liebe Bauherren, lasst eure Vorwände vorher planen und anfertigen!

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Badewanne seltsamerweise nicht auf dem Estrich steht, sondern neben dem Estrich. Dadurch ist sie 17cm tiefer. Gut für’s spätere Alter, schlecht, falls man mal ‘ne andere Wanne einbauen möchte. Das Loch im Estrich ist für die Ewigkeit.

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