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Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG: Dachstuhl fehlerhaft Teil 4

Freitag, November 11, 2011

Wie jede gute Trilogie kommt auch diese in 4 Teilen. (Ich beziehe mich hier auf den Anhalter. Aber KEINE PANIK!)

Der 08.11.2011 als Fertigstellungstermin ist vorbei. Ich habe gehört, die Nachbarn hätten sich noch am 08.11.2011 wegen des Baulärms durch die Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG gestört gefühlt, als noch gegen 18:00 Uhr gearbeitet wurde.

Ich habe wieder eine Menge Bilder im Gepäck und fange wieder mit einem wichtigen Thema an: Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit. Feuchtigkeit im Dachstuhl will keiner haben, weil dies Schimmel verursachen kann und den will ja auch keiner haben. Um dem vorzubeugen wird ein Dachstuhl gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Die Maßnahme, die bei meinem Bruder und mir hierzu angewendet wurde, besteht darin Bitumenbahnstücke zwischen Mauerwerk und Holz zu setzen. Die erste Ausführung des Dachstuhls bei meinem Bruder war auch vollständig mit diesen Bitumenbahnstücken ausgestattet.

Bei meiner letzten Begehung gestern fiel mir aber gleich auf, dass bei den neuen Hölzern die Bitumenbahnstücke fehlen. Bei den neuen Stichen vermisse ich diese und bei 2 Hölzern aus der Balkenlage. Das sieht dann so aus:

fehlende_bitumenbahn_1_d.png

fehlende_bitumenbahn_2_d.png

Hier sieht man halbseitig bei der Balkenlage unterhalb des Anfallgebinde die Bitumenbahnstücke. Auf der anderen Seite fehlen diese:

fehlende_bitumenbahn_3_d.png

Hier ein paar Bilder von den zusätzlich eingebauten Stichen. Wenn man genau hinguckt, sieht man das die Bitumenbahnstücke bei den alten Stichen vorhanden sind:

zuviele_stiche_1_d.png

zuviele_stiche_2_d.png

Es wurden jetzt 19 Stiche auf einer Hausseite insgesamt eingesetzt. (Laut Statik sollten es pro Hausseite 8 sein.) Das sieht von innen so aus:

zuviele_stiche_3_d.png

zuviele_stiche_4_d.png

Die Bleche wurden komplett ausgetauscht und gegen 2 riesige Bleche ersetzt, die oben und unten jeweils mit 3 Nägeln befestigt wurden.

neue_bleche_1_d.png

Leider hat jemand auch ganz unmotiviert einen Nagel direkt in die OG-Hauswand geschossen:

nagel_wand_reingeschossen_1_d.png

Doof sind auch Löcher in der Plane. Hier sieht man nochmal Nägel deutlicher durch die Plane gehen:

naegel_dach_d.png

naegel_dach_2_d.png

Wir haben noch Bilder von anderen Nägeln, aber der große da war am spektakulärsten.

Hier ein Bild von einem geklebten Loch:

loch_geklebt_1_d.png

Und das hier sieht aus, wie ein noch offenes Loch:

loch_offen_1_d.png

Sehr vorbildlich die Balkenschuhe an den Stichen. Die alten Stich auf der Seite mit den viele Stichen sind leider immer noch per Zapfen angeschlossen:

mit_balkenschuhe_1_d.png

Auf diesem Bild sieht man den rechten Stich mit Schraube durch das Holz befestigt. Das ist der Stich mit dem Zapfen. Auf der linken Seite sieht man den neuen Stich mit Balkenschuhe und ohne Schraube durch das Holz.

mit_ohne_zapfen.png

Mir ist außerdem aufgefallen, dass die Fußpfette nun rundrum mit kleinen Blechen fixiert wurde.

fusspfette_befestigt_1_d.png

Die 4 fehlenden Pfosten wurden ergänzt.

pfosten_neu_1_d.png

Für einen Pfosten musste ein Beiholz in die Balkenlage eingebracht werden. Die neue Statik sah hier ein 14cm dicken Balken mit einer Höhe von 24cm vor. Verbaut wurde ein 10cm dicker Balken. Das sieht so aus:

beiholz_1_d.png

Das neue Anfallgebinde fällt ja, wie ich in dem letzten Teil geschrieben habe, in der Mitte etwas zusammen, weil die äußeren Gratsparren (meine Vermutung eines Laien) durch das dickere Anfallgebinde auseinander gedrückt wurden. Wenn ich die neue Ausführung der Statik richtig lese, wurde für das Anfallgebinde ein Sparren gefordert mit einer Breite von 8cm und einer Höhe von 24cm. Ich habe mir sagen lassen, dass insbesondere die Höhe eingehalten werden muss, weil das Holz sonst dazu neigt durchzuhängen. Verbaut wurde ein Holz mit einer Breite von 14cm, was jedoch nur 22cm Höhe aufweist. Die 14cm tragen dazu bei, dass die Krone so wesentlich verändert werden musste und die Gratsparren mehr auseinander drückt. Dafür ist aber die geforderte Höhe nicht erreicht worden. (Bitte Update unten beachten!)

anfallgebinde_22cm_d.png

Auf diesem Bild sieht man, wie ein Holz der Balkenlage unterhalb des Anfallgebinde reingeschoben wird:

balkenlage_nachgeruestet_1_d.png

Zu guter Letzt muss ich noch meinen Unmut darüber ausdrücken, dass Müll auf dem Dach hinterlassen wurde. Hier Nägelreste:

muell_auf_dach_1_d.png

Und hier von einem Raucher:

muell_auf_dach_2_d.png

Die übrigen Beiträge zu diesem Thema:

Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG: Dachstuhl fehlerhaft
Dekra Audit Rohbau
Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG: Dachstuhl fehlerhaft Teil 2
Haus I: Dachstuhl Baubegehung
Dachstuhl: Statik stimmt nicht
Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG: Dachstuhl fehlerhaft Teil 3

Update: Nochmal ein Tipp, den ich mir beim Gespräch mit einem Rechtsanwalt gemerkt habe. Vor einer Abnahme steht der Bauträger in der Beweispflicht. Falls ein Bauträger eine Zwischenabnahme, z.B. in diesem Fall den Dachstuhl, verlangt, dann nur deshalb, weil nach einer Abnahme der Bauherr dem Bauträger Fehler beweisen muss. Also darf eine solche Abnahme nur durchgeführt werden, wenn man sich durch Profis hat absichern lassen!

Update 2: Auf einer Baubegehung war der Inhaber der Firma Wilfried Klingenberg GmbH & Co. KG vor Ort und äußerte sich unter anderem zur Ausführung des Anfallgebinde. Es wurde ein 14/22cm Holz genommen, weil nur dies zur Verfügung stand. Herr Schacht geht auch davon aus, dass es vom Statiker nachgewiesen werden kann. (Mit “nachgewiesen” ist immer gemeint, dass der Statiker das Holz sinnvoll in seinen Berechnungen unterbringen kann.) Die Krone musste daher an den Gratsparren gesägt werden, was laut dem Inhaber auch nicht besser ginge. Ich hatte angenommen, das Dach würde leicht durch das dicke Holz angehoben werden. Das wurde jedoch verneint. Dennoch fällt das neue Anfallgebinde mit einem leicht anderen Winkel zum Stirnbrett ab.

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