Bautagebuch Team Massivhaus 2011 » Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit

Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit

Sonntag, Oktober 2, 2011

Da ich von unserer befreundeten Architektin auf das Thema Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit hingewiesen wurde und auch ein Arbeitskollege dasselbe erzählte, will ich dem Thema ein eigenen Beitrag widmen.

Bei aufsteigender Feuchtigkeit geht es um Regenwasser und drückenden Wasser (also Wasser aus dem Erdreich), welches über die Frostschürze bzw. der Sohle in die Wände gelangt und hochzieht. Dadurch werden die Wände von innen her feucht und es bildet sich Schimmel.

Meiner Internet-Recherche nach, sind ca. 12% aller Baumängel auf einen Fehler genau in diesem Thema zurückzuführen. Um so ärgerlicher ist der Umstand, dass eine Reparatur häufig im Bereich von 15.000 Euro liegt, also sehr teuer ist. Da darf man schon erwarten, dass alles dafür getan wird, um so einen Vorfall zu vermeiden.

Bei Team Massivhaus wird hierzu in der Baubeschreibung Bezug genommen. (Damals war mir dieses Thema noch nicht so klar, weswegen ich mir auch keine Gedanken gemacht hatte.) Meine Baubeschreibung war vom 01.05.2010. Neuere Baubeschreibungen können natürlich abweichen. Gefunden werden die Hinweise unter “Estricharbeiten”. Hier wird sinngemäß die eine Sperrung gegen aufsteigende Feuchtigkeit gem. DIN 18195 hergestellt (sofern kein Keller vorhanden ist). Zwischen 10cm Wärmedämmschicht und 6cm Zementestrich wird eine Trennfolie oder Ölpapier angebracht (laut meiner Ausführungsplanung wird es eine Trennfolie sein).

Folgende Zeichnung veranschaulicht die Vorgehensweise in vereinfachter, schematischer Form:

sohle_schnitt_a.png

Die Sohle setzt sich im wesentlichen durch eine 40cm dicke Frostschürze und 15cm Sohle auf 8cm Jackadur KF 500 zusammen. Dazwischen ist eine PE-Folie und auf der 15cm Sohle kommt irgendwann eine Trennfolie, worauf dann der Estrich hergestellt wird. Um die Herstellung der Sohle zu vereinfachen, wird nach Erstellung der Frostschürze ein Kellerwandstein gemauert. Auf der Gesamtkonstruktion für die Folie folgt anschließend eine Bitumenbahn (G 200 DD), darauf ein Mörtelbett und anschließend die Porenbetonsteine. So wurde das bei mir auch alles durchgeführt. Da ich die DIN 18195 nicht einsehen kann, kann ich nur feststellen, dass die Ausführungsplanung entsprechend umgesetzt wurde.

Kritikpunkt hierbei ist, dass evtl. nach dem ersten Porenbetonstein eine weitere Trennfolie angebracht sei (Ort ist in der Skizze mit einem Fragezeichen versehen.). Im Internet liest man häufig, dass zwar die Bitumenbahnen funktionieren sollen, aber nur dann, wenn sie mängelfrei und mit genug Überlappung auf die Sohle geklebt wurden. Was also, wenn wie im Bild die Bitumenbahnen an den Rohren beschädigt sind oder nicht genug überlappen? (Die Dichtigkeit an den Rohren ist also noch zu klären - in beiden Häusern.)

bitumenbahn_beschadigt_a.png

Des Weiteren wird vermutlich, wenn das WDVS hergestellt wird, dann auch die Bitumendickbeschichtung (ich nehme an gepinselt, eine Bitumenbahn würde über Eck brechen) an den Kellerstein angebracht. Laut Ausführungsplanung muss diese mindenstens 30cm hoch gehen.

Da die Abdichtung auf eine DIN-Norm basiert sollte eigentlich alles korrekt sein. Allerdings besteht wohl unter den Fachleuten Uneinigkeit darüber, ob die Bitumenbahn-Lösung ausreichend ist und auch immer fehlerfrei hergestellt wird. Die Aufnahme in die DIN-Norm ist angeblich nur unter Protest geschehen. Zumindestens sollte man als Bauherr hier ein Auge drauf haben und nachfragen.

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